Gastbeitrag von Andrea Dominik
Mit einer gelungenen Eröffnungsveranstaltung ist das Kulturlabor Bad Salzungen Ende März offiziell gestartet.
Rund 100 Besucherinnen und Besucher im Alter von unter einem Jahr bis über 80 Jahren folgten der Einladung des Wartburgkreises und der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis e. V. und erlebten einen lebendigen Auftakt für das Bundesprogramm „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ im Landkreis.
Im Bad Salzunger PAB (Passagen an den Beeten) entstand damit der erste von künftig fünf kulturellen Begegnungsorten, die Raum für Kreativität, Austausch und gemeinsames Lernen bieten sollen.
Das Projekt „Kultur & Gemeinschaft – Der Kreativität Raum geben“ ist Teil des bundesweiten Programms Aller.Land.
Landrat Dr. Michael Brodführer betonte in seiner Ansprache die Offenheit und Bedeutung des neuen Ortes: „Dieser Raum gehört allen. Das Kulturlabor soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, sich ausprobieren, voneinander lernen und gemeinsam neue Ideen entwickeln können.
Solche offenen Orte der Begegnung und Kultur sind wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und setzen wertvolle Impulse für unseren gesamten Wartburgkreis.“
Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl würdigte die große Resonanz und die Vielfalt der Gäste. Von jungen Familien bis zu Seniorinnen und Senioren sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft sei ein breites Publikum vertreten gewesen.
Diese Vielfalt unterstreiche die Bedeutung des Projekts für die Region. Das Kulturlabor bezeichnete er als „Sahnehäubchen“ der bestehenden Infrastruktur.
Mit Blick auf die vergangenen Jahre erinnerte Bohl an die Auswirkungen der Pandemie: „Viele Menschen sehnen sich nach Begegnung.“ Zugleich sicherte er Unterstützung zu, damit das Projekt auch über das Förderende im Jahr 2030 hinaus Bestand haben kann.
Auch der frisch gewählte Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Dennis Petschner, war vor Ort. In seinem ersten Grußwort als neuer Landesbeauftragter betonte er: „Der Zugang zur Kultur darf weder vom Geldbeutel, noch vom Wohnort, noch von einer Beeinträchtigung abhängig sein.“
Kultur müsse für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein – unabhängig von individuellen Voraussetzungen.
Bereits zur Eröffnung konnten die Gäste das Kulturlabor in Aktion erleben. Besonders das neu eingerichtete Klanglabor stieß auf großes Interesse und lud zum Ausprobieren ein.
Auch kostenfreie Angebote aus den Bereichen Tanz, Malerei und Nähen wurden vorgestellt und rege genutzt. Die positive Resonanz zeigte deutlich, wie groß der Bedarf an offenen kulturellen Begegnungsräumen im Wartburgkreis ist.
Mit dem erfolgreichen Start richtet sich der Blick bereits nach vorn: In den kommenden Monaten ist die Einrichtung eines weiteren Begegnungsortes im Wartburgkreis geplant.
Grundlage hierfür werden ein neu einzusetzendes regionales Gremium sowie eine entsprechende Ausschreibung sein. In den folgenden Jahren sollen drei weitere Orte folgen. Zudem ist die Einrichtung eines Kleinprojektefonds vorgesehen, um kulturelle Initiativen vor Ort gezielt zu unterstützen.
Das Projekt Aller.Land im Wartburgkreis wird gemeinsam vom Landratsamt Wartburgkreis und der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis e. V. umgesetzt.
Ansprechpartner sind Kevin Rodeck, Landratsamt Wartburgkreis, Telefon 03695 615801, E-Mail: kultur@wartburgkreis.de sowie Susanne Mechau, Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis e. V., Telefon 036961 732984, E-Mail: leitung@kunstschule-wak.de.
Hintergrund
Der Wartburgkreis ist eine von 30 ausgewählten Regionen bundesweit, die in einem Juryverfahren für das Programm ausgewählt wurden. Für die Umsetzung bis zum Jahr 2030 erhält der Landkreis eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ ist ein Programm für Kultur, Beteiligung und Demokratie. Es richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache Regionen in ganz Deutschland.
Gefördert wird „Aller.Land“ durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern (BMI). Der Bund stellt für das Programm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung.
Weitere Informationen: www.allerland-programm.de.





